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The Number of the Gipfelmosher - Zweite Bemoshung des Großvenediger, 3666 m - 18.08.2013  

Warum wollten wir eigentlich ausgerechnet auf den Großvenediger?

Zu Anfang der Gipfelmoshzeitrechnung - also vor sage und schreibe 7 Jahren (am 1. Oktober jährt sich diese Gründung) - habe ich mir mal überlegt, welche Gipfel denn besonders gipfelmoshwürdig seien. In diesem Zuge kam ich zu dem Schluß, dass eine Gipfehöhe von 666 m unbedingt gewürdigt werden sollte. Auf der Suche nach einem solchen Gipfel (oder eher Hügel?) und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass das wohl keine besonders anstrengende Bergtour werden kann, beschloss ich dann doch, mich eher auf Höhen x666 m zu konzentrieren. Und was liegt da näher, als der Großvenediger mit seinen 3666 m Höhe? So kam es, dass sich dieser Gipfel in einem Winkel meines Hirns festgesetzt hat.



Das erste halbe Jahr unserer Gipfelmosher Existenz war noch ziemlich unscheinbar. Überzeugt und begeistert haben wir ausschließlich per Mundpropaganda versucht zu missionieren und zu überzeugen. Auch die Website war damals noch ziemlich erbärmlich. Und so stammen alle Bemoshungen dieser Zeit von uns selbst sowie aus dem engeren Freundeskreis. Unso größer war die Überraschung und Freude, als endlich der erste nicht selbstbemoshte aber ehrwürdig bemoshte Gipfel per Mail hereingeflattert kam, und, dass dieser ausgerechnet der Großvenediger war. Ich weiss noch, wie ich gerade mit Grrr auf dem Weg zur Mondscheinspitze war und mich Chiquita ganz aufgeregt auf dem Händi angerufen hat: "Der Großvenediger ist bemosht!!!" Und ich konnte es wirklich kaum fassen. Endlich bekennt sich jemand "Externes" zum Gipfelmoshen und bemosht dann ausgerechnet den Großvenediger. Und noch eins drauf: Im Gipfelmoshen-T-Shirt! Das war schon ziemlich kuhl! Im übrigen war das der Stefan, der 1. Juni 2007 auf 3666 m bei Null Grad im T-Shirt dort stand - noch am alten Gipfelkreuz, noch auf Gleschereis gegründet.

Ja und dann gings los... in dem Sommer hat sich Gipfelmoshen dann ausgebreitet und plötzlich wollten alle einen eigenen bemoshten Gipfel ;). Kuhl war auch, als das erste Mal jemand Gipfelmoshen schon kannte, ganz unabhängig von uns.



Aber eigentlich wollte ich von der Tour zum Großvenediger erzählen:

Ich hatte die Besteigungspläne schon in die hinterste Gehirnecke geschoben, als plötzlich die Einladung von den Bergfreunden zu einer Tour auf den Großvenediger mit der Mammut Alpin School kam. Da kann man ja nicht nein sagen. Und so kam es, dass am 18. August 2013 der Großvenediger zum zweiten Mal bemosht wurde - diesmal mit neu aufgestelltem Kreuz. Das alte ist letztes Jahr vom Stangerl gefallen, weil der Gipfel schmilzt. Daher findet man auch unterschiedliche Höhenangaben zu Großvenediger: "Vor etwa 30 Jahren sei die höchste Eisstelle auf dem Gipfel noch auf 3674 Meter Seehöhe gelegen, die letzte aktuelle Messung haben 3666 Meter ergeben, so Steiner. Der letzten Felsmessung zufolge ist der Großvenediger 3657 Meter hoch." schreibt diepresse.com. Wir führen ihn weiterhin mit ehrenvollen 3666 m Höhe.

Natürlich habe ich schon Wochen vorher gebangt, gehofft und gezittert, auf dass uns doch das Wetter hold sein werde. Hochtouren mache ich eher gelegentlich und bisher hatte ich noch nie tolles Wetter. Eigentlich war das Wetter ja seit Mitte Juni gut - nachdem am Tag vorher der Winter aufgehört hatte. Also sollte es doch bitteschön so bleiben. Der Wetterbericht meldete dann: Gewitter! Wann? Eventuell schon um 9 Uhr früh, hieß es irgendwo. Wahhhh!!! So kam es, dass wir um 3:30 Uhr aufgestanden sind und 45 Minuten später im Dunkeln losmarschiert.



Unser Stützpunkt war die Kürsinger Hütte aud 2550m. Eine riesiger Stützpunkt, aber auf jedenfall freundlich, gut organisiert und empfehlenswert. Von dort ist man ziemlich schnell am Gletscher, auf welchem es keinerlei Schwierigkeiten gibt. Die Tour zum Großvenediger lässt sich gut mit "Gletschergehatsche" beschreiben. Die Tour selbst ist vom Bergsteigerischen eher unspektakulär, aber das Außenherum, die Landschaft, und das inklusive Sonnenaufgang doch unbeschreiblich. Meistens ist der Gletscher recht flach, an der Venedigerscharte wird es bissl steiler, aber auch nicht wirklich steil. Ja und dann ist man eigentlich schon fast oben - wenn kein Spaltensturz dazwischen kommt.

Weil es in der Nacht nicht wirklich kalt war und der Schnee schon beim Hochgehen recht aufgeweicht war, waren die Schneebrücken über die Spalten - und davon gab es einige - schon etwas kritisch zu betrachten. Und dann ist doch tatsächlich eine Brücke eingekracht und die Seilzweite war plötzlich nicht mehr zu sehen. Gut, mit sieben Leuten an einem Seil ist man schon sehr sicher und es ist auch alles gut gegangen: Doch runterkrachen will man ja dann doch nicht. Unser Bergführer - der David - hat sich vorbildlich verhalten und hat die Gestürzte geschickt und souverän aus der Spalte herausmanövriert. Er hat das so toll organisiert, dass keine Zweifel bestanden weiterzugehen, und das trotz Sturz auf der ersten Hochtour unserer Seilpartnerin.



Nach einer kurzen Pause sind wir dann weiter auf den Gipfel. Hier befindet sich dann die einzige etwas anspruchsvolle Stelle der Tour: der Gipfelgrat. Technisch schwer ist er nicht, aber ausgesetzt, sogar sehr ausgesetzt - und daher vielleicht für viele eine Schlüsselstelle. Ein Bekannter hatte mir schon schon "viel Spaß" gewünscht dabei "...wenn Du darauf stehst da rüber zu gehen, wenn es links und recht ein paar hundert Meter runtergeht, das war gar nicht cool". Ich hatte mir nicht viel dabei gedacht, auch nicht drüber nachgedacht und dann war ich auch schon drüber gelaufen. Und es hat gar nicht weh getan. Eigentlich konnte man immer gut treten, die Steigeisen hatten super Halt und anspruchsvoll waren eigentlich nur die zwei Meter, bei denen es auch noch etwas bergab ging. Augen zu und durch empfehl ich da zwar lieber nicht, aber so fühlt es sich an, denn die Stelle ist so schnell vorbei, dass man sie kaum merkt.



Und was dann kam, das wisst Ihr ja schon: Die Bemoshung. Grrr und ich haben unseren zweiten Gipfelmoshen-Gebot entsprochen und unsere ganze Gruppe zum Gipfelmoshen bekehrt! Auf jeden Fall hat die Guppe echt super gepasst und die Stimmung war gut. Das ist nicht immer selbstverständlich bei einer wild zusammengewürfelten Gruppe.



Viel Zeit haben wir am Gipfel nicht verbracht, da unserer Bergführer uns noch vor dem Gewitter am Parkplatz abliefern wollte. Ich hätts schon noch länger dort ausgehalten, denn die Aussicht ist einfach grandios und man fühlt sich richtig erhaben auf so einem Berg.

Dann sind wir den gleichen Weg über den Gletscher zurückgeschlittert und nachdem Grrr sich mit einem Apfel das Leben gerettet hat sind wir dann weiter zur Hütte abgestiegen und haben uns dort erstmal eine Pause gegönnt. Tatsächslich sind wir auch noch im Trockenen zu Parkplatz gekommen - und dort hab ich mir dann dann erstmal gescheit den Knöchel angeschlagen - klar dass sowas am Parkplatz passiert. Im Auto kam dann die Müdigkeit. War halt doch früh, 3:30 Uhr. Naja mit Fahren - Schlafen - Wexel ham wir diesen definitiv anstrengendsten Teil der Tour auch noch bewältigt.

Loquita.





Aktuelles:

Gipfelmoshen-Reportage von VRF

Gipfelmoshen-Reportage mit Ivo Meier

Gipfelmoshen-Fotostrecke bei pr-online

Aachener Zeitung über Gipfelmosher Marc (17.03.2014)

Gipfelmoshen-Reportage RTL - Nachtjournal vom 31.10.13 (Zeit: 00:20:35)



The Number of the Gipfelmosher - 3666



Reportage von ServusTV jetzt auf Gipfelmoshen.de

Magazin: Produkttests

Jahresrückblick 2012

Gipfelmoshen-Videos

Reportage ServusTV - Augenblicke: Do 22.11.12, 19:45

Reportage vom 12.11.12 in Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung

Reportage vom 23.10.12 in der AZ

Gipfelmoshenreportage vom 5.1.2012 auf ARD bei YouTube

Schmücke das Gipfelbuch - Pop-Up zum Selberbasteln