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Hochkönig (2941m) - 27. - 29.06.08  

Hochkönig - Bildergalerie

Hollariahöööö !!

Ein herzliches Jodeldudelhö sende ich euch, nachdem wir (LoqUita, Grrr, der Grausame und ich) dieses Wochenende den Hochkönig über den Königsjodler bezwungen (und bejodelt und begröhlt) haben. So. Das war eine Tour der Superlative. Wir haben alles erlebt, alles gesehn, waren beschwingt, erschöpft, entsetzt, erfreut, verärgert, motiviert, geängstigt, ausgepowert und überhaupt.

Das war jetzt die Zusammenfassung für die Leute, die keine Böcke haben weiterzulesen. Für alle anderen nun die etwas ausladendere Variante:





Am Freitag sind wir gemütlich am Nachmittag aus München nach Österreich getuckert, genauer: Über Bischofshofen nach über oder unter oder durch Mühlbach zum Dientner Sattel, haben uns beparkt und san paar Höhenmeter zur Erichhütte gestapft (nachdem wir ein tolles Loch zum Schlammcatchen entdeckt, aber nicht genutzt haben). Da haben wir genächtigt, um am Samstag in aller Herrgottsfrühe den Hochkönig anzugehen. Samstag, 05.30h: Bieeep bieeep, aufstehen, frühstückn, losgehn. Latsch latsch zum Einstieg des Königsjodlers. Stimmung: heiter. Wetter: wolkig. Kondition: subba.


Samstag, Uhrzeit: Keine Ahnung: Einstieg zum Klettersteig. Wir, total gemütlich, kraxln die ersten paar Meter, schon überholt uns ein Arschloch-Bergsteiger-Ehepaar. Hä? Mögen sich manche denken. Am Berg gibt's doch keine Arschlöcher. Doch. Gibt's wohl. Erstaunlicherweise haben ER und SIE jeden von uns, an dem sie vorbei sind, was dämliches von sich gegeben. Oder was fieses. Und mies gelauntes. Ich möcht ned wissn, wem die noch blöd gekommen sind. So. Zwischendurch möchte ich noch ein Zitat aus dem "Klettersteig-Atlas Österreich" bringen: "Am Königsjodler wird oft gejodelt. Selten vereint ein Klettersteig so viele Attribute wie Schönheit, Schwierigkeit, Abwechslung, Ausgesetztheit, Höhenlage und landschaftliche Reize optimal in einem einheitlichen Ganzen!" WOAA!! Also wenn's einen da nicht kribbelt in den Füßen - dann sollte man ihn auch nicht machen.

Jedenfalls: lauter tolle Zicki-Zackis geht's hoch und runter, es gibt einen "Jungfrauensprung", den es zu überwinden gilt, oder ganz toll, den "Flying Fox" - den wir übrigens sehr souverän gemeistert haben. Der geht so: Fels links, Fels rechts, zwischendrin ein Drahtseil, gefühlte 15m lang. Da muss man sich einhängen und rüberrutschen. In luftiger Höhe. Macht Spaß.

Leider war nicht alles toll: Es gibt einen Notausstieg aus dem Steig, kurz nach der "Bosch-Promenade". Da haben sich 2 Gruppen und ein Mensch hinbegeben. Der Weg geht über den Birgkarsteig, was fieses Geröll und ganz miese Altschneefelder hat. Der Mensch musste helikopterisiert werden von der Bergrettungshubschraubertruppe (währenddessen hingen wir drei bei "Franzl's Fantastica", einem Riesenbobbel mit C-D-Schwierigkeit) - und wir haben ganz baff zugeguckt. Eine arme Frau ist übers Schneefeld gepurzelt ins Geröll und die dritte Gruppe hat sich auch helicopterisieren lassen. Da überlegt man irgendwie gleich anders. Was noch erwähnenswert ist: Grrr, der Grausame, hat verhindert, dass der Heli noch ein viertes Mal anrücken musste. Eine Wandererin aus vielleicht Slowakei, oder Tschechien oder Gegend hing vor uns an einer steilen D-Wand, die ziemlich kraftig war, da musste man ordentlich sich hochziehen. Sie hatte keine Kraft mehr. Ihr Freund hat halbherzig an ihrem Arsch rumgedrückt um sie hochzudrücken, was völlig lachhaft war und genauso nutzlos. Sie wäre ihm fast auf den Kopf gestürzt. Doch Grrr, der Grausame fackelte nicht lang: Perfekt ausgestattet mit einem Seil kraxelte er wie Spiderman nach oben, baute einen Stand und hat die Grazie nach oben gezogen. Ohne ihn hätte sies nicht gepackt. Zum Dank trat sie noch einen gefühlten 50kg-Stein los, der LoqUita an der Schulter traf. Keine Warnung. Übrigens auch keine Dankbarkeit. Eigentlich nix. Aber vielleicht sollte der Stein ein sanftes auf die Schulter-Klopfen sein, so was wie: "hey, ihr seid echt in ordnung, danke".

Irgendwann kamen wir dann an am Matrashaus auf 2941m Höhe, auf dem Gipfel des Hochkönigs. Das Gipfelkreuz konnten wir vor Wolken gar nicht sehen, dabei steht es nur 10m nebenan. Das Haus ist aus fast allen Nähten geplatzt, wir haben noch n warmes Abendessen bekommen und dann wie die Ölsardinen neben einem Schnarcher genächtigt.





Sonntag, 05.00h: Sonne geht auf. Ich wach auf. Mag nimmer Ölsardine spielen, mir is langweilig. Also steh ich auf, gammel im Gastraum rum, bis endlich die Bude zum leben erwacht. Frühstück mit unseren 3 Münchnern, die irgendwie gar nich aus München sind, mit denen wir am Vorabend nett gequasselt haben, die uns auch irgendwann am Steig überholt hatten. Nach dem Frühstück: Obligatorisches Gipfelmoshen. Unsere 3 Münchner machen fleißig mit. Obwohl sies irgendwie wohl abartig finden. Egal. Der Zweck heiligt die Mittel oder so. Oder andersrum. Rundherum. Schubidu.

Dann: Abstieg über den Hochkönigweg zur Mitterfeldalm und dann Arthur-Haus. Wunderschöner Abstieg, man kommt durch alle Landschaften durch: Fels - Schnee - Geröll - Wiese - Latschen - Blumen - Winter - Frühling - Sommer, alles in einem. An der beeindruckenden Thorsäule (oder Torsäule?), an der man klettern kann, vorbei. Wir rasen an der Mitterfeldalm vorbei, um am Arthur-Haus noch n Kaiserschmarrn mampfen zu können, bevor wir mim Bus zurück zum Dientner Sattel düsen. Böser Fehler. Hätten wir doch die Mitterfeldalm mit unserer Anwesenheit beährt. Das Arthurhaus ist der Alptraum aller aktiven Berggeher und überhaupt aktiver Menschen. Das ist die Ausgeburt der Hölle - na ja. Etwas übertreib ich da schon. Aber nur bissl. So ist das nämlich: Da kommen Busse an mit alten dicken Leuten, die sich aus den Bussen quetschen, zum Arthurhaus auf die Terrasse sich setzen, ein dickes Stück Kuchn mit Sahne und Kaffee verspeisen, transpirieren und nacher sich noch eine Murmeltiersalbe gegen Gicht und Arthrose, Rheuma und Diabetes kaufen, sich dann in den klimatisierten Bus zurücksetzen, der, damit er klimatisiert ist, auch den Motor schön laufen lässt. AAAAAAHHH !!! Der Busfahrer war sehr nett und hat uns direkt am Parkplatz rausgeworfen, wo Grrr und LoqUita noch ganz frech im Trinkbeckenbrunnendings sich gekühlt haben. Nämlich reingesetzt - BRRRRRR - . Erfrischung vor der Heimfahrt.

Wer das hier bis hierher gelesen hat, den find ich toll. Die Schtory ist nämlich mindestens so lang wie der Klettersteig. Eigentlich hätt ich gern noch mehr palavert.

Chiquita








Aktuelles:

Gipfelmoshen-Reportage von ZDF

Gipfelmoshen-Reportage von VRF

Gipfelmoshen-Reportage mit Ivo Meier

Gipfelmoshen-Fotostrecke bei pr-online

Aachener Zeitung über Gipfelmosher Marc (17.03.2014)

Gipfelmoshen-Reportage RTL - Nachtjournal vom 31.10.13 (Zeit: 00:20:35)



The Number of the Gipfelmosher - 3666



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Reportage ServusTV - Augenblicke: Do 22.11.12, 19:45

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Gipfelmoshenreportage vom 5.1.2012 auf ARD bei YouTube

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