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Monte Casale (1632m) - 03.03.2007  

Monte Casale - Bildergalerie

So, heute haben wir mal Gipfelmoshen International für Euch. Wir waren nämlich im schönen Italien, unweit vom Gardasee auf dem Monte Casale (1632m). Und zwar haben wir den Aufstieg auf der Via Ferrata Che Guevara gewagt. Ja, man muss "gewagt" sagen, weil das war nicht mal eben einfach auf nen Berg spazieren, das war ein ordentlicher Klettersteig, Schwierigkeitsstufe B. Das alleine hat eigentlich auch noch keinen Orden verdient, aber die Tatsache, dass Ausgangshöhenlage nur 200m war und wir somit 1400 Höhenmeter zu bewältigen hatten, ist schon WOW. Aber LoqUita und ich waren auch noch mutterseelenalleine (Ach nein, Arschloch und Wichser waren auch dabei - dazu weiter unten). Und wir müssen schon sagen, dass wir wahnsinnig stolz auf uns sind. 900m von 1400 Höhenmetern waren nämlich senkrechte Wand zum bekraxeln. Netterweise haben die Italiener schonmal für ein Drahtseil zum sichern gesorgt, wo wir uns mit unseren Klettersteigsets gegen tiefere Stürze (im Falle eines Sturzes) eingehakelt haben.





Ja, wie erzähle ich jetzt am besten alles der Reihe nach? Gestartet haben wir vom Örtchen Pietramurata. Links von einem großen hässlichen lauten undekorativen Steinbruch durch ein lichtes Wäldchen führte unser Weg einigermaßen unspannend ein paar Minuten nach oben. Schon bald kamen die Sicherungsdrahtseile, wo wir uns in unsere Klettersteigsicherungen mit Gurt geschmissen haben. Und ab da gabs Adrenalin. Das erste Stück hatte es schon in sich, da wurde uns (natürlich nur ganz kurz) nur ganz wenig mulmig. Aber wir sind todesmutig die plötzlich aufregende Senkrechte hochgekraxlt.





Ein paar Höhenmeter später habe ich spaßeshalber zu LoqUita gesagt: "Hey, glaubst Du, hier gibt es so Verrückte, die ohne Sicherung gehen?" - und wir haben beide gelacht. Tja, und wie so oft ist es eben immer der Letzte, der lacht. Denn keine fünf Minuten später hören wir es unter uns kraxeln und da das Geräusch immer lauter wurde, beschlossen wir, uns überholen zu lassen. Und was (oder wer) uns da überholt hat, kann man sich angesichts einer solchen Bergwand eigentlich nicht vorstellen: Ein mitteljunger-alter Mann spurtete gar hurtig an uns vorbei - OHNE SICHERUNG - und (jetzt kommts): Mit nur einem ARM !!!!!! Ihr könnt Euch vorstellen, wie wir in dem Moment aus der Wäsche geschaut haben müssen.





Wo waren wir? Ach ja, weiter zur Tour: Vielleicht seid Ihr ja selbst schon mal einen Klettersteig gegangen, dann werdet Ihr folgende Situation gut nachvollziehen können: Das Sicherungsseil hat immer Zwischenhaken (damit es 1: an der Wand befestigt ist und 2: man nicht so tief fällt im falle eines Sturzes). Und immer bei diesen Zwischenhaken sind auch so dicke Schrauben, in den sich der Sicherungskarabiner gerne mal verhakt, so dass wenn man weiter nach oben steigt, von seinem eigenen verhakten Karabiner gebremst wird (bzw weitergehen unmöglich, man hängt). Und das passierte recht oft, bei LoqUita wie bei mir. Und jedesmal entfuhr es mir: "AAh, Arschloch" und LoqUita "Hey, du Wichser". Und das über 900 Höhenmeter. Auch sehr beliebte Ausdrücke und Geräusche: Au! - Scheiße! - AAAH! - und: Penner!





Die Sonne war fast die ganze Zeit unsere treue Begleiterin, leider ist sie schneller gewandert als wir und so mussten wir das letzte Stück im Schatten weitergehen, was den Berg nicht mehr ganz so friedlich aussehen hat lassen. Die letzten Höhenmeter waren teilweise noch ganz steil, das Gipfelkreuz war in sicht, sah aber noch recht weit aus. Ein letzter Klimmzug nach oben und plötzlich: Ein friedlicher grasiger grüner Hang (Gipfel kann man fast nicht sagen, eher Hochebene) - und Chiquita schmiss sich ins Gras (siehe Beweisfoto). So bekommt unsere Tour einen neuen Namen: La Tortura y la Paz.





Ah, und was wir noch sagen wollten: Erstaunlich, wie zuversichtlich und voller Selbstvertrauen wir an diesen Berg herangegangen sind - vielleicht auch ein bisschen blauäugig, denn hätten wir vorher gewusst, wie unsere Tour genau aussieht, uns hätte wohl der Mut gefehlt. Insgesamt sind wir ca 10 Stunden gegangen und haben nicht wirklich viel Pause gemacht. Unten angekommen war es bereits dunkel (Der Abstieg war zuerst steil, später jedoch war ein Forstweg unser Freund). Recht fertig mit uns und der Welt mussten wir noch eine schlechte Pizza über uns ergehen lassen in Arco und sind dann recht schnell friedlich in unserem beblümten Bett im "Al Rustico" eingeschlummert.





Da diese Tour der Hammer war und wir echt begeistert sind, bekommt sie 5 von 5 Pentagrammen (Und was ist gegen solch eine Tour schon der Kilimandscharo?) *HARR HARR HARR*









Aktuelles:

Gipfelmoshen-Reportage von VRF

Gipfelmoshen-Reportage mit Ivo Meier

Gipfelmoshen-Fotostrecke bei pr-online

Aachener Zeitung über Gipfelmosher Marc (17.03.2014)

Gipfelmoshen-Reportage RTL - Nachtjournal vom 31.10.13 (Zeit: 00:20:35)



The Number of the Gipfelmosher - 3666



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Gipfelmoshenreportage vom 5.1.2012 auf ARD bei YouTube

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