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Postalmklamm Klettersteig - 23.08.2007  

MORDOR – Liegt eigentlich in Österreich !

Die Erklärung ist auch ganz leicht – und folgt sogleich. Aber erstmal folgendes: LoqUita und ich haben unmögliches getan: Wir sind wieder mit den zwei Verrückten Bergläufern unterwegs gewesen, die uns schon am Hinterhorn um eine Elends-lange Zeit abgehängt haben – nennen wir sie mal ganz spontan Helmschlampe und Kuhschubser. Und das kommt dabei raus, wenn man die beiden eine 2-Tages-Tour aussuchen lässt: Gestern sind wir ins schöne Ösi-land getuckert, nähe Wolfgangsee und haben einen wahnsinns-elends-affengeilen Klettersteig gemacht: Durch die Postalmklamm.

Das war wie ein Abenteuerspielplatz für Große! (Ups, ach stimmt ja, kleine Leute haben da eher Probleme, manchmal war das Sicherungsseil so weit oben, dass Einhaken mit dem Klettersteigset schwierig wurde). Angefangen von einer langen langen wackligen Hängebrücke durch Schluchten, bzw an Schluchtenwänden entlang, mal rutschig, mal unrutschig, mal hoch, mal runter, mal an einem Drahtseil über die Schlucht spazieren... Hach, wie schön. Aber dann kam der Gattsprung!! Achtung: Ein 1,50 langer Spreizschritt über die Schlucht von Wand A nach Wand B! Auweia. Unser Herr Kuhschubser (gefühlte 3,50m groß) ist wirklich drüberspaziert. Aber normale Leute (wie ich) oder auch etwas kleinere Leute (wie LoqUita und Helmschlampe) mussten sich da fast Tarzanmäßig herüberangeln. Hui – sehr spannend! Ja, in dem Dreh gings munter weiter bis zu so ner tollen Almkäsereialmdingsbums (deren Name ich schonwieder vergessen habe) mit Brotzeit, Kas-Einkauf und ab nach unten.






Ja, aber das wars noch nicht! Also, die knapp 500 Höhenmeter wieder runter, paar Käffer weitergedüst und dann ab nach Mordor. Genau. Jetzt kommen wir zum schaurigen Teil der Tour: 700 Höhenmeter standen uns noch bis zur Ischlerhütte bevor, auf der wir nächtigen wollten. Da gabs dann aufeinmal ne Kreuzung: rechts oder links. Wir dachten, rechts wäre ganz nett, ist keine Forststraße – HA !! Von wegen. Eine Forststraße wäre noch nett gewesen verglichen mit DEM DA! Wie soll man so einen Weg bezeichnen? Tja, Helmschlampe hat es so ausgedrückt: „Sag mal, schämen die sich nicht, so einen Weg auch nur auszuschildern?“ Tja, ich gebe ihr Recht. Der Rest unserer kleinen 4-er Expedition übrigens auch. Also, in einem Steigungswinkel von (total realistisch betrachteten) 100% durch Matsch und Kuhkrater (ich sollte vielleicht erwähnen, dass da Almauftrieb paar Tage vorher war, dementsprechend war der Weg „präpariert“) haben wir uns nach oben gekämpft. Und dann fing es an zu regnen.






Helmschlampe und Kuhschubser haben von ihrem Vorraser-Recht Gebrauch gemacht und sind bald hinterm Horizont verschwunden während LoqUita und ich schnaufend hinterhergestapft sind. Fast hätte ich einen Jammergutschein eingelöst (kurze Erklärung: 3 jammerfreie geschaffte Bergtouren ergeben 1 Jammergutschein, einzulösen wann immer man will) aber wir haben uns einen super Erdnussriegel geteilt, der uns für die letzten Meter Kraft gegeben hat.

Und dann, der Wald lichtet sich, der Weg wird kurz erträglicher, wir sehen die Hütte in einem Kessel stehen (für Nichtwanderer: da geht’s rund um die Hütte quasi Bergauf), drumherum Kühe, umgefallene Bäume, wie ein Schlachtfeld, Matsch, Regen, mehrere Häufchen brennender Baumstümpfe. Tja, Mordor eben. Es war auch schon bissl dunkler, das verstärkte den Eindruck. Dafür hat unser Hüttenmensch keine Mühen gescheut, uns ein gemütliches Abendmahl zu kredenzen mit frischen Spätzlen usw...

Ganz früh morgens sind wir dann auf den Schönberg (2093m) aufgebrochen, nochmal 700 Höhenmeter, am Gipfel kurz gemosht, dann ois wieder runter zum Auto.

Fazit: Mei bin i miad (auf deutsch: Ach Herrje, was bin ich müde)

P.S. Den Abstieg haben wir dann über die wesentlich schönere Route gemacht.

Chiquita






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Gipfelmoshen-Reportage RTL - Nachtjournal vom 31.10.13 (Zeit: 00:20:35)



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