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Wilder Freiger (3418m) - 06.07.2008  

Wilder Freiger - Bildergalerie

Heute will ich Euch die Geschichte erzählen, wie LoqUita sich in einen Wilden Freiger verliebte.
Es begab ich so: Schon lange verspürte ich einen gewissen Bemoshungsdrang, der sich zu damaliger Zeit an den Großvenediger richtete, der mit seinen 3*666* Metern Erhabenheit schon immer eine besondere Faszination auf mich ausübte. Ich muss sagen, das tut er immer noch, doch dieser Wilde Freiger, wenngleich nur von 3418 m Höhe, weckte seit ich von ihm gehört hatte, Neugier in mir und schaffte es eine immer größer werdende Anziehungskraft auf mich auszuüben. So beschloss ich eines Tages diesen Gipfel nicht unbemosht zu lassen und machte mich an, ihn hautnah kennenzulernen.
Und ich machte Bekanntschaft mit ihm. Er hat mich nicht enttäuscht. Doch forderte seine Mühen und viel Schweiß.
Gemeinsam mit Grrr, dem Grausamen,Naturtalent im Vertikalen, und Säp,unseren persönlicheen Gipfelmoshen-Bergführer, erfahren im Gipfelbezwingen und spezialisiert in Gipfelkreuzbekraxeln - versuchte ich der Herausforderung gerecht zu werden. Ich weiss nicht, was mich immer wieder dazu treibt mir dem verrückten Gipfelraser Säp aufn Berg zu gehen und mich damit selbst zu foltern - wahrscheinlich ist es Sympathie gewürzt mit einer Prise Ehrgeiz.






Gut. mmm... unsere erste Station nach freitagabendedlichen Aufstieg im Regen was die Sulzenauhütte. Sehr nette Wirtsleute, aber ganz ehrlich, wer kulinarisch einen gewissen Anspruch hat, dem empfehle ich hier lieber eine extra Portion Brotzeit mitzuschleppen als das Risiko einer dortigen Nahrungszufuhr einzugehen. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in ein wunderschönes Tal, durchquerten eine belebte Steinmandlstadt, trafen Schafe, Schmetterlinge und Gebirgsblümchen. So zogen wir dem Gletscher entgegen, querten diesen, kletterten einen kurzen Klettersteig empor und schon waren wir bei der Müllerhütte und in Italien. Genächtigt haben wir jedoch eine Station weiter, auf dem Becherhaus, welches auf 3190 m Höhe liegt, die höchstgelegenste Hütte Südtirols und sehr zu empfehlen ist. Dort hat einfach alles gestimmt, wenn man mal von der Abwesenheit von Sauerstoff absieht. Eine phänomenale 360 Grad Aussicht: die Hütte wurde errichtet auf dem Gipfel des Becher (3190m) - der Apfelstrudel: frisch, saftig, apflig, warm, ein Gaumenschmaus - die Stimmung: herzlich, offen, ausgelassen, italienisch-deutsch-österreichisch.





Der nächste Morgen tauchte die Landschaft in ein verzaubertes Licht. Nur noch 250 Höhenmeter trennten uns von unserem Gipfelglück, und es schien greifbar nah zu sein. Doch der Schein trügte mich, den jeder Schritt ging mit einem Japsen nach Sauerstoff einher und so erfuhr ich, das 250 Höhenmeter einen halben Vormittag füllen können. Danke, lieber Grrr für Deine Geduld.
Schon bildete sich der Gedanke in mir, mich mit dem Becher- und dem Signalgipfel zufriedenzugeben und die Bemoshung des Wilden Freigers dem Säp zu überlassen, der dort schon gemütlich seine Brotzeit verspeiste und andere Gipfelbesucher bequatschte. Doch Säp war erbarmungslos und erfreute sich seines Gipfelglücks bis auch ich hechelnd und japsend den Gipfel des Wilden Freigers erreichte.  Zusammengequetscht auf dem engen Gipfelaufbau - der Säp musste sogar nach oben ausweichen - vollzogen wir unser Bemoshungsritual. Erkämpft, bezwungen,  bemosht.





Jetzt gehts nur noch runter und das ganz harmlos, denn wir gehen den Normalweg' ...so hatte ich mir das vorgestellt. Ha, von wegen. Der Säp hatte genug Zeit aufm Gipfel, sich einen Abstieg auszusuchen, der ihn nicht unterforderte. der Nordgrat des wilden Freigers. Und was den Säp nicht unterfordert, das ist anspruchsvoll. Ein steiler ausgesetzter Firngrat, auf dem  man sich keinen falschen Tritt erlauben kann (aber der Säp hatte ja ne Strategie: 'Wenn du rutscht, dann sping i auf die anderne Seitn') - eine spaltenreiche Gletscherquerung (Säp: 'i ziag scho, wei du grad in a spoitn stehst') - eine steiler Abstieg oberschenkelmuskelfordernder auf Blankeis ('Naaa, des is ned steil'). Ein Abenteuer. Danke Säp, du hast uns gut geführt!
Den Rest der fast 2000 Höhenmeter Abstieg gestalten wir etwas gemütlicher. Ein kurze Rast (wegen Regenschauer) auf der Sulzenauhütte (nach Knödelsuppe ein etwas unwohles Gefühl im Magen) uns weiter hinab ins warme Tal. Holadihiti!
LoqUita.




Aktuelles:

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Gipfelmoshen-Reportage mit Ivo Meier

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Aachener Zeitung über Gipfelmosher Marc (17.03.2014)

Gipfelmoshen-Reportage RTL - Nachtjournal vom 31.10.13 (Zeit: 00:20:35)



The Number of the Gipfelmosher - 3666



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