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Black Diamond - Raven Ultra - Eispickel  

Produkttest von LoqUita vom 25.10.2014

Der Black Diamond Raven Ultra ist ein Leichtpickel. Er wird in den Längen 50 cm, 55 cm und 60 cm angeboten. Vom Hersteller wird er als Pickel für den Einsatz in Eis- und Schneepassagen im mittleren Schwierigkeitsgrad und für das Skibergsteigen beworben. Die Haue ist aus rostfreiem Stahl und der Schaft aus Aluminium gefertigt. Karabiner lassen sich am Kopf und am Schaftende befestigen. Der Pickel ist CEN–B-zertifiziert. Das Gewicht ist mit 348 g für die 50 cm Variante angeben.

Getestet wurde der Pickel in der Länge 50 cm. Schon vorab ist zu sagen, dass der Pickel mit dieser Beschreibung tatsächlich locker mithalten kann. Auch wenn der Leichtpickel natürlich nicht mit einem vollwertigen Pickel vergleichbar ist, so zeigt er sich doch erstaunlich bissig und einsatzfreudig. Der getestete Pickel bringt ein Gewicht von 355 g auf die Waage – also nur geringfügig mehr als die Herstellerangabe.

Hält man den Pickel in der Hand, fällt zunächst das wirklich unglaubliche Gewicht auf. Hochtourengeher, die ihren Pickel nur im begrenzten Maße einsetzen und diesen meist nur spazieren tragen freuen sich darüber. Mit Recht, denn der Gewichtsunterschied zu einem vollwertigen Pickel macht sich deutlich bemerkbar.

Als Spazierpickel ist der Raven Ultra wegen Länge definitiv nicht geeignet. Hat man ein oder zwei Wanderstöcke dabei, ist dies aber auch nicht nötig.

Ein großer Pluspunkt ist meiner Meinung nach die Geometrie des Verbindungsbereiches von Haue und Schaft. Bei fast allen Pickeln auf dem Markt ist der Schaft bis zur Hauer hochgeführt, und dort vernietet. Hält man den Pickel an der Haue im typischen „Spaziergriff“, so liegt der Schaft zwischen Mittel- und Ringfinger. Dies ist v. a. für Leute mit kleinen Händen äußerst nervig, da Ring- und Mittelfinger dadurch unangenehm auseinander gespreizt werden! Alle Black Diamond Pickel bieten hier die wirklich revolutionäre Lösung mit einem schlanken Griffstück im Bereich der Finger. Man erkennt dies auf dem Foto.



Diese Eigenheit habe ich bisher nur bei Black Diamond Pickeln gesehen. Der Hersteller erreicht dies, indem er nicht die klassische Nietverbindung von Haue und Pickel einsetzt, sondern das Bauteil Haue mit einem Stutzen für den Schaft versieht und dort durch eine Presspassung mit dem Schaft verbindet. Die Stabilität der Verbindung lässt sich mit bloßem Auge natürlich nicht beurteilen. Da der Pickel einer Zertifizierung unterzogen wurde, ist davon auszugehen, dass die Verbindung von den Black Diamond Ingenieuren entsprechend ausgelegt wurde. Im Eis ist es natürlich ein Unterschied, ob man einen schweren oder einen leichten Pickel benutzt. Durch das höhere Gewicht und einen längeren Schaft kann ein vollwertiger Pickel hier natürlich deutlich geschmeidiger und mit weniger Kraftaufwand ins Eis eindringen. Auf dem folgenden Bild lässt sich der Größenunterschied erkennen.



Im Einsatz auf Eis und hartem Firm zeigt die Haue aber verblüffende Leistung. Sie schafft mehr, als man zunächst erwartet. Im Notfall sollten sich mit der aggressiven Haue auch mal kurze steile Passagen meistern lassen. Man muss den Raven Ultra dann natürlich mit ausreichend Wucht verankern.



Geliefert wird der Pickel leider ohne Schutzhülle. Beispielsweise lässt sich aber der Universalschutz Black Diamond Axe Protector für ca. 7 Euro erwerben.

Es ist zu erwähnen, dass der Raven Ultra offiziell nicht für einen T-Anker ausgelegt und zugelassen ist. Persönlich bin ich aber der Meinung, dass es eher auf die Technik des Anlegens des T-Ankers ankommt – also auf eine gute Statik, als auf das Ankerobjekt.

Im Fazit ist der Raven Ultra ein idealer Begleiter für leichte bis mittelschwere Hochtouren, auf denen nur begrenzter Pickeleinsatz erforderlich ist. Auch für Skihochtouren ist der Pickel ideal. Im Firn zeigt er keinerlei Einschränkungen. Meine Gesamtwertung ist durchweg positiv. Mit gutem Gewissen kann ich für den Raven Ultra die Höchstbewertung von fünf Pentagrammen vergeben.




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